Auf dem Rad

Nebenher
der Kräftigere
dunkler
Pelerine
mit Kapuze
singend
auf dem
Rad in
die Stadt
im
Bemühen
schneller
zu sein
scharf
an
der
hervorstehenden
Hauskannte
vorbei
unter der
Achsel
aus dem
Schlaf
gerissen

Testament

Farben
Testament
mit schweren
Brokat
dem Bann
der Füsse
fesselt

Kinderzeit

Fußstapfen
durch den
Schlamm Schnee
von der
Biegung
am Fluss
auf dem Weg
zur Weiterfahrt
durch die
Kinderzeit
eines Nachmittags

Ohne Grenzen

Liebe
aber
will
uns
ganz
ohne
Macht
über
andere
über
den Traum
hinaus
ohne
Grenzen

Zu Neuem

Der Wille
der Seele
der das
Wesen
Mensch
in seiner
Ganzheit
umfasst
das Tun
nach der
Handlung
mit bewusstem
Urteil
dem Sein
zu Neuem
erfasst

Unnahbar

Das innig
Geliebte
dass sich
als Mensch
verabschiedet
bleibt in
der eigenen
der Tiefe
der Seele
für immer
unerreichbar
unnahbar
beheimatet
es bleiben
die Trauer
die Tränen
der Schmerz
als verlorenes
kaum zu
ertragendes
Selbst

Mein Verlangen

Meine Gefühle
brauchen in mir
das Gegenüber
meine Träume
nehmen keine Rücksicht
auf meine Blindheit
auf meine Gier
mein Verlangen

Abgrund

Abgrund

von Männermacht

vergewaltigt

spitz

gestochenes

Gift

in die

Adern

im Kampf

gegen

die Horde

schreiender 

Wunde

zwischen

Schollen

neben

der Strasse

den Tag 

erwartend

mit fremden

Gesicht

er schweigt

Gefragt
will er
unter
dem Diktat
der Macht
nichts
sagen

Dass
er schweigt
wenn
er sein
Leben
behalten
möchte

die treuen Begleiter

Die Hohe See
das Boot
mein mich
die Fahrt
durch den
Orkan der
einen Seele

Das Sein
dem Kern
des Inneren
ganz keusch
und unberührt

Der Seele
ist kein Wort
sie ist der Hort
vor dem
Anfang über
das Ende

Verlassenheit
Zweifel
Einsamkeit
Furcht
und Angst
die treuen
Begleiter
bis zum
letzten
Atemzug