Vielfach

Als ein
Rechteck
klebt
die Schabe
an vergessener
abgedunkelter
Wand

Zum Rund
was sie
mit Kraft
zerquetscht
und einverleibt

Vielfach
in sich
geborgen
hat

Werbeanzeigen

im Blindfeld

Sanft
in Widersprüche
verwickelt
keiner
klaren
Ansage
im Blindfeld
von webenden
sich türmenden
Felder
von Farben

endgültiger Nacht

In das
zurück
erwartet
uns
das
Dunkel
endgültiger
Nacht

Ich fünf Minuten
eine lange Zeit
ein kurze Zeit
von mir fort

Nach der Seefahrt
fand ich Paris von mir
keine richtige Spur

Denn in Romanen
als Kind
las ich
dass wirklich
die Liebe dort

Damals schon früher
verlor ich mein Gesicht
und mein nicht
gesprochenes Wort
die Schultern sind geblieben

Bald muss es für immer fort

Noch bevor

Aufbruch
ohne die
Mahlzeit
Konservendosen
mit Pfirsichen
vom Traum
gefüllt
hinab

Noch bevor
die Feuerwand
das Leben
der Frau
die Kinder
zunichte macht

über das Meer

Als Kind wollte
ich fliehen
über das Meer

Und tat es

Keiner Sehnsucht
nach Hause
der Hitze auf
dem Acker

Einer Gemeinschaft
die mich

Ich mich
als ein jemand
aberkannte

Und kam
doch wieder
zurück

Weil Welt
nichts weiter
will

Als dass
das ich
im Sein
da wo ich bin
in meinem
Dasein bin

Ohne Bedachung

Ohne
Bedachung
auf der
Heimreise
unerwarteter
Abfahrt
die Reisetasche
um die
Ohren
fliegend
schlagend

Zwischen
den Fahrgästen
auf den
Bänken
ein dickes
vom Winde
durchwühltes
nicht gelesenes
Buch

Ihr Flüstern

In uns
ist dem
Sagen
jedem

Die Stimme
der einen
Seele
in der
Geschichte
der Zeit
seit
Anbeginn
von Welt

Ihr Flüstern
bei jedem
Atemzug
dem Sinn
von Sein
voll

am Firmament

Der Mensch steht oft
mit allem
auf den eigenen
Füssen im Unrat

Verzweifelt oft
denn keiner weiss
im da
den besseren Rat

Die Sterne in ihm
dem Universum
das Kleinste
das Nichts
das Sein
seinem Dasein
sie leuchten nicht
nur am Firmament

Gerade, wird die Sonne
Warte Du, bis sie die Uhr der Mitternacht erreicht hat
In einer sich nähernde Schatulle
zum Tag
 
Frage Dich nicht, welcher Tag begraben wird
Um die Trauer zu beweinen.
 
Goldzelte, schwarzer Lamellen am Himmel
Unter dem Sternen Kreuz, neben dem Mond
 
Stand in Trauer, in ernstem Kristall,
Im Fackelschein explodieren Gebete.
 
Mit dem rasselnden Schatten kämpfen
Einem erstickten Tod das Lied des Lebens singen.
 
Höre auf brüllende Organe zu achten
Tiefer Gesang der Verstorbenen.
 
Schlafe im Traum in tiefen, offenen Gräber
Weiss gewandeten Engel mit stillen Dienern dahin

Tanze in die Arme des Todes
bevor Du das letzte mal erwachst

Glühender Mond, im tiefen Glauben die Nacht
Im Preis inbegriffen, keuchend ein Lied, vom Frieden ganz tief.
 
Lehnen Dich innen an das sterbende ich
Voll von Demut, davor kniend.
 
Schreinere noch heute mit klarem Verstand
Den eigenen, Deinen Sarg.
 
Schreibe kein Testament, an einen Heiligen
Und danke dass Du gewesen sein Dir durftest.